Sanierung Schlossrondell abgeschlossen

(02.011.2010) Das Fundament des Schlossrondells an der Festung ist nun saniert. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich vor Ort einen Eindruck davon verschaffen , wie groß die Fläche und wie mächtig das Mauerwerk des Bollwerks direkt am Haupteingangstor war. Von hier aus konnte der äußere Graben und das Vorland der Festung insbesondere im Torbereich unter Beschuss genommen werden. Der wuchtige Bau diente nicht nur der Verteidigung, sondern auch der Unterbringung der Landsknechte. Bis zu 30 Personen hausten während kriegerischer Auseinandersetzungen in den Rondellen, darunter nicht nur Soldaten, sondern auch deren Frauen und Kinder.

Während der Freilegung des Fundaments, wurde im Bereich des Schlossrondells der Weg in den Festungsgraben verändert. Er ist nun barrierefrei zugänglich. Vor der Sanierung des Schlossrondells wurden Sicherungsarbeiten am Torbereich durchgeführt. Weil dort Erdreich abzurutschen drohte, wurde der Wall um 30 Zentimeter abgeflacht. Außerdem wurden ein Riss in der Decke des Torbogens entfernt und an der Außenmauer zur Kemenate Steine ersetzt. Mit den Sanierungsarbeiten setzt die Stadt Rüsselsheim den von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Rahmenplan zur Festung und den Opelvillen weiter um. Für die Arbeiten am Schlossrondell und Torbereich hat die Stadt 233.000 Euro zur Verfügung gestellt. Außerdem hat sich Bürgerstiftung Festung mit 32.000 Euro an den Kosten beteiligt.

Führungen durch die Festung können im Stadt- und Industriemuseum gebucht werden. Die Teilnehmer erfahren Wissenswertes über die Bedeutung der Festung und ihre unterschiedliche Nutzung als Bollwerk, Lazarett oder Champignonzuchtbetrieb. Der Preis beträgt 35 Euro. Wer besonders stimmungsvoll die Festung erkunden möchte, kann für Gruppen eine Fackelführung buchen. Der Preis für die Fackelführung beträgt 120 Euro.

Der begehbare Teil der Wälle ist Dienstag von Sonntag von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Die Schloss- und Ostrondelle können auch außerhalb der Öffnungszeiten besichtigt werden. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 06142 / 83-29 50 oder per E-Mail an museum@ruesselsheim.de.

Quelle: Stadt Rüsselsheim

 

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