Wasser aus der Leitung schont die Umwelt
Stadtwerke verweisen auf die Vorteile und loben 50 000 Liter als Preis aus

(29.10.2010) „Es ist schon erstaunlich“, findet Carsten Dannwolf, Leiter Vertrieb und Marketing bei den Stadtwerken Rüsselsheim. „Statt das in Deutschland besonders reine Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken, gehen die meisten Menschen lieber in den Supermarkt und zahlen noch verhältnismäßig viel Geld dafür, dass sie die Flaschen nach Hause schleppen dürfen.“

Bei den Stadtwerken kostet ein Kubikmeter 1,98 Euro, erklärt Torsten Jung, Leiter der Kundenbetreuung. Der Kubikmeter entspricht 1000 Ein-Liter-Flaschen Mineralwasser. „Da kann sich jeder selbst ausrechnen, was er dafür zahlt.“

65 Prozent der Bundesbürger greifen täglich zum Wasser aus der Flasche. Damit sind die Deutschen Spitzenreiter, hat eine Studie ergeben. In Schweden dagegen sind es gerade mal fünf Prozent, berichtet Dannwolf. Dabei bietet das Trinkwasser aus der Leitung erhebliche Vorteile für die Umwelt, denn die Belastungen durch das Flaschenwasser sind vielfältig. Dies beginnt zum Beispiel mit den fossilen Rohstoffen, die benötigt werden, um Plastikflaschen zu produzieren. Das setzt sich fort mit der Energie, die für den Transport vom Abfüllort bis zum Konsumenten und zurück verbraucht wird. Und es endet mit dem Kohlendioxid, das entsteht, wenn die aussortierten Flaschen in der Müllverbrennung landen.

„Von daher ist es ökologisch sinnvoll und auch noch bequemer, Wasser aus der Leitung zu trinken“, urteilt Torsten Jung. Das Trinkwasser ist rund um die Uhr verfügbar und das auch noch in der Regel in einer angenehm kühlen Temperatur.

Jung weiß, dass es bei manchen Menschen noch immer Vorbehalte wegen der Qualität des Trinkwassers gibt. „Dabei kann es sogar bedenkenlos für Babynahrung verwendet werden.“ Trinkwasser ist das am sorgfältigsten kontrollierte Lebensmittel, das noch stärkeren Vorschriften unterliegt als die Mineralwasser, die im Handel verkauft werden, erklärt der Leiter der Kundenbetreuung.

Der Grund, warum die Deutschen dennoch bisher die Flasche bevorzugen, dürfte an der Kohlensäure liegen, meint Carsten Dannwolf. „Doch mit so genannten Sprudlern, die es für kleines Geld zu kaufen gibt, kann sich jeder selbst sein Trinkwasser nach eigenem Geschmack mit Kohlensäure versetzen.“

Um das Trinkwasser mehr ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, beteiligen sich die Stadtwerke am Samstag, 6. November, mit einem Stand auf dem Rüsselsheimer Wochenmarkt. Dort können Besucher des „Marktschoppens“ bei einer Blindverkostung verschiedene Wasser testen und danach die Fragen beantworten welches Wasser ihnen am besten geschmeckt und bei welchem es sich um das Leitungswasser gehandelt hat. Fürs Mitmachen gibt es kleine Präsente.

„Zudem bieten wir ein Gewinnspiel an, bei dem es 50 000 Liter Trinkwasser zu gewinnen gibt, die wir frei Haus liefern“, erklärt Vertriebsleiter Dannwolf. Der Marktschoppen findet im Rahmen des Wochenmarktes auf dem Rüsselsheimer Marktplatz statt. Die Stadtwerke beteiligen sich von 9.30 bis 12.30 Uhr mit ihrem Stand.

Quelle: Stadtwerke Rüsselsheim

 

Share |

Diese Seite weiterempfehlen.