Junge Rüsselsheimer erfolgreich

Auf den ersten Blick haben ein Konstruktionswettbewerb für einen Rennwagen und Jazz wenig gemein. Doch mit dem Team der Scuderia Mensa der Hochschule RheinMain und den IKS-Swings Kids konnte Oberbürgermeister Stefan Gieltowski bei einem Empfang im Rathaus gleich zwei Ehrungen für junge erfolgreiche Rüsselsheimer vornehmen.

"Im weltweiten Konstruktions- und Businesswettbewerb unter Hochschulen konnte sich das Team der Hochschule RheinMain aus Rüsselsheim behaupten und erreichte eine vordere Platzierung", sagte Gieltowski. Rund 35 Studierende aus neun Studiengängen haben daran mitgewirkt. Unter der Leitung von Faculty Advisor Prof. Dr. Claus Schul traten sie zum dritten Mal an. Nach einem strengen Reglement musste ein einsitziger Formelrennwagen entwickelt

und gebaut werden, der sich dann auf verschiedenen Rennstrecken bewähren musste. "Ziel ist dabei nicht, das schnellste Auto zu bauen, sondern es geht um ein Gesamtpaket aus Konstruktion, Rennauftritten, Finanzplanung und Verkaufsargumenten", erklärt Gieltowski. Die Studierenden sollen dabei intensive Erfahrungen entlang der gesamten Produktentwicklungskette sowie in den Bereichen Finanzierung, Marketing und Controlling im Automobilbau sammeln. Es geht um fachliches Können, aber auch um die Teamleistung. Studenten aus aller Welt erhalten in der Formula Student die Möglichkeit, die in den Hörsälen erworbenen Kenntnisse praktisch umzusetzen und Erfahrungen mit Sponsoren als Industriepartner in der Praxis zu machen. Ein Projekt, dass nach Auffassung des Rüsselsheimer Stadtoberhaupts gut zum Standort passe. Mit den Entwicklungszentren von Opel, Hyundai und Kia sowie zahlreichen Ingenieur- und Entwicklungsbüros habe sich die Branche Automotive in Rüsselsheim weiter verfestigt. Rund 25 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Stadt seien dem Bereich Forschung und Entwicklung zuzuordnen - ein enormer Standortvorteil.

Als zweite Gruppe wurden die IKS Swing Kids geehrt. "Was zunächst den Nachwuchs für die IKS Big Band sichern sollte, wurde in den Folgejahren zu einem erfolgreichen Selbstläufer", sagte Oberbürgermeister Stefan Gieltowski. Horst Aussenhof, seines Zeichens Kulturpreisträger und Lehrer an der Rüsselsheimer Immanuel-Kant-Schule (IKS), gründete die Band „Swing Kids“ 1988. Nur wenige Jahre später, räumte die Band reihenweise Erfolge ab. 1995, 1997, 1999, 2003 und 2009 waren die Swing Kids Sieger des Landeswettbewerbs "Jugend Jazzt" in Hessen, 2004 Sieger des deutschen Orchesterwettbewerbs in der Kategorie "Jugendjazzorchester". 2006, 2008 und 2010 siegten sie im Schul Big Band Wettbewerb des Hessischen Rundfunks. Aktuell haben die Swing Kids beim Bundesentscheid „Jugend jazzt“ wieder einen der drei Hauptpreise erreicht. Zusätzlich wurde Jan-Peter Linay mit dem Sonderpreis für den "besten Schlagzeuger" ausgezeichnet.

"Rasch entwickelten sich die Swing Kids zu einer Institution über die Grenzen Rüsselsheims hinaus. Die Jazzformation für ausreichend fortgeschrittene Schülerinnen und Schüler (derzeit 26) unter der Leitung von Horst Außenhof, Jens Hunstein und Heiko Hubmann sind mit ihrer Musik und ihren Erfolgen gute Botschafter für die Stadt Rüsselsheim. Weit über die Grenzen der Stadt zeugen sie vom außerordentlichen Niveau der musikalischen Ausbildung in Rüsselsheim. Die Förderung und die guten Auftrittsmöglichkeiten innerhalb Rüsselsheims leisten ihr Übriges", erklärt Gieltowski. Für viele der jungen Musikerinnen und Musiker sei die Band ein Sprungbrett für eine künftige Karriere. Eine Reihe von Jazzern, die sich über die Region hinaus einen Namen gemacht haben, begannen ihren musikalischen Weg bei den Swing Kids.

 

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