Mit Zuschüssen gegen verklebte Schaufenster und Betriebsaufgabe
Rüsselsheim bekommt vom Land 500.000 €
(27.04.2010) Zur Förderung von Klein- und Kleinstunternehmen in Stadterneuerungsgebieten gewährt das Land fünf hessischen Städten Zuschüsse zwischen 240.000 und
2,2 Millionen Euro. Dies teilte Wirtschaftsminister Dieter Posch am Dienstag mit: „Die Neugründung oder Ansiedlung kleiner Unternehmen, auch im Dienstleistungssektor, soll zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Stadterneuerungsgebiete beitragen. Ziel ist eine allgemeine Stärkung der Wettbewerbs- und Anpassungsfähigkeit der gewerblichen Wirtschaft. Ferner werden zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze in den Betrieben gefördert.“
Das Geld stammt aus dem EU-Programm für regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung. Posch wies darauf hin, dass die konkrete Ausgestaltung der Förderkriterien Aufgabe der einzelnen Städte sei. Beispielsweise könnten die Mittel dazu dienen, Leerstand bei Ladenlokalen zu vermeiden, indem die Kommune den Übergang bislang inhabergeführter Geschäfte auf familienfremde Interessenten durch die Finanzierung von Einrichtung und Ausstattung unterstütze. Dies vermeide den Verlust von Arbeitsplätzen und die Beeinträchtigung des Stadtbilds durch verklebte Schaufenster. An Orten mit kreativer Szene könnten die Zuschüsse Künstlern den Schritt in die wirtschaftliche Selbstständigkeit erleichtern.
Das Programm ergänzt die „klassische“ Städtebauförderung des Bundes und des Landes, die auf die Erneuerung der Bausubstanz und des öffentlichen Raums zielt, aber keine Wirtschaftsförderung einschließt. Die ersten Zuwendungsbescheide gehen an Bürstadt (Aktive Mitte Bürstadt, 450.000 Euro), Frankfurt (Fechenheim, 500.000 Euro), Kassel (mehrere Gebiete, insgesamt 2 187 500 Euro), Rüsselsheim (Klare Zukunft – Perspektive Rüsselsheim, 500.000 Euro) und Viernheim (Innenstadt, 240.000 Euro).