George Duke in der Jazzfabrik in Rüsselsheim
(30.04.2010) George Duke , bis heute eine der innovativsten, originellsten und viel beschäftigsten Musiker-Persönlichkeiten des Fusion-Jazz, gibt nur sieben seiner äußerst raren Gastspiele in Deutschland – eines davon am Freitag, 7. Mai, im Rüsselsheimer Theater ! Für mehr reicht in diesem Jahr die Zeit nicht, denn weltweit will ein enthusiastisches Publikum den Mann sehen, der dem elektronischen Keyboard wie kaum ein anderer seinen Platz im Jazz erarbeitet hat.
Die meisten seiner Bewunderer haben noch jene Tage in Erinnerung, als er Mitglied in der wohl besten Band des musikalischen „enfant terrible“ Frank Zappa war. Das war zu Beginn der siebziger Jahre, als die „Mothers of Invention“ eine schrille, eng verzahnte und rasend schnell gespielte Kammermusik mit einer gnadenlosen Präzision präsentierten, die bis heute unerreicht scheint. Legendäre Platten wie „Roxy & Elsewhere“, „One Size Fits All“ oder „Apostrophe“ entstanden während der fünf Jahre, in denen Duke bei Zappa spielte. Nicht zuletzt der Musikalität und spielerischen Kompetenz des gelernten Jazzers hatte Zappa damals seinen Erfolg zu verdanken - auch wenn der Meister sich ironisch über Leute seines Schlages lustig machte, als er sein berühmtes Urteil, Jazz sei nicht tot, er rieche nur komisch, sprach.
Tatsächlich war Duke immer ein Garant dafür, dass ein Unterhaltungsbedürfnis auf Seiten des Publikums und der schöpferische Drang des kreativen Künstlers nach virtuosem Ausdruck nicht unbedingt Widersprüche bleiben müssen. Mit Jazz-Legenden wie Julian „Cannonball“ Adderley oder Dizzy Gillespie tauchte er nach seiner Zappa-Zeit noch einmal kurz und tief nach den Wurzeln des Jazz, bevor er ihn mit einer hochenergetischen Infusion von Rock und Funk auf den Stand der Zeit brachte. Mitreißende Projekte an der Seite des Geigers Jean-Luc Ponty, des Drummers Billy Cobham oder des Bassisten Stanley Clarke machten eines deutlich: Nach George Duke würde der Jazz nie wieder „komisch“ riechen.
Bis heute gehört Duke zu den Spezialisten für jede Musik auf der Nahtstelle zwischen Jazz, Soul und Funk. Als Produzent für Al Jarreau oder seine Cousine, die Sängerin Dianne Reeves, ist er viel beschäftigt. Und sogar der „prince of darkness“, Miles Davis, versicherte sich seiner Dienste auf seinen Spätwerken „Tutu“ und „Amandla“: Dort hinterließ Duke als Komponist und Produzent seine Spuren.
Nach Rüsselsheim kommt er mit seiner aktuellen Band, deren Programm stellt die jüngste CD „Dukey Treats“ in den Mittelpunkt. Neben George Duke (Keyboards, Piano, Gesang) erwarten wir Mike Manson (Bass), Gorden Campbell (Schlagzeug), Jeff Lee Johnson (Gitarre) sowie Shannon Pearson und Lamont Vanhook (beide Background-Gesang).
Der genaue Termin:
The George Duke Band, Freitag, 07.05.2010, 20.30 Uhr, Theater Rüsselsheim, Großes Haus
Außerdem im Vorverkauf:
James Carter Quintet, Sonntag, 25.07.2010, 19.00 Uhr, Theater Rüsselsheim, Großes Haus, Rheingau Musik Festival zu Gast in Rüsselsheim
(Vorverkauf nur über Rheingau Musik Festival oder forum wohnen bildung kultur, Marktstrasse 32/34, 65428 Rüsselsheim, Tel.: 06142-832630)
Marc Ribots „Sun Ship“, Donnerstag, 04.11.2010, 20.30 Uhr, Theater Rüsselsheim, Backstage
Online-Ticketing unter: www.jazz-fabrik.de .
Ausserdem an jedem Sonntag, um 20.30 Uhr, im Kulturzentrum „das Rind“, M ainstraße: „Jazzcafé“ bei freiem Eintritt mit jungen Musikern, vornehmlich aus der Rhein-Main-Region.
www.jazz-fabrik.de | www.dasrind.de | www.dorflinde.de